Jane’s Walk an der Badenerstrasse

Am ersten Mai-Sonntag finden in Erinnerung an die Stadtaktivistin Jane Jacobs in vielen Städten Jane’s Walks statt. In Zürich führte am Abend vom 3. Mai Marie-Anne Lerjen durch einen Abschnitt der Badenerstrasse.

In der Nähe vom Restaurant Freihof fanden wir den Weg in ein kleines Gebiet mit zweigeschossigen Reiheneinfamilienhäusern (Rudenzweg). Unsere Gruppe wurde schnell von Quartierbewohnern neugierig begutachtet und so kamen wir auch schnell ins Gespräch. Das Quartier hinterliess den Eindruck, sehr belebt zu sein. Das Quartier ist – von dem, was wir an dem Abend gesehen haben – mindestens in zweierlei Hinsicht speziell entlang der Badenerstrasse: es ist belebt und nicht hoch gebaut. weiterlesen →

Städtische versus ländliche Schweiz? (Kreis 2015)

Dieser Tage erschien beim Verlag Neue Zürcher Zeitung in der Reihe «die neue Polis» ein Band mit Beiträgen zu politischen Determinanten von Siedlungsstrukturen in der Schweiz. Zehn Autorinnen und Autoren entwickeln weiter, was bislang als «Stadt-Land-Gegensatz» behandelt wurde. Die Dichotomie hat in den letzten Jahren an Erklärungskraft eingebüsst. Der Zusammenhang zwischen Siedlungsstruktur und politischem Verhalten ist bedeutend komplexer, wie auch die Vielfalt der Beiträge zeigt.

Wichtig ist die genauere Betrachtung der Agglomeration, jene Siedlungsstruktur, die weder Kernstadt noch ländliches Dorf ist und in dem die Mehrheit der Bevölkerung wohnt. Agglomeration kann – wie z.B. Claude Longchamp in seinem Beitrag «Storf – die schweizerischen Agglomerationsgemeinden zwischen Stadt und Dorf» – nicht als einheitliches Gebilde erfasst werden; Agglomerationsgemeinden sollten räumlich und historisch differenziert betrachtet werden. weiterlesen →

Vielfältiges Gärtnern in Zürich: Expedition mit Karl dem Grossen

Auf Initiative des Zentrums Karl der Grosse spazierte ein gutes Dutzend Garteninteressierter Ende April durch die Quartiere Hard und Altstetten.

Gartenberater Hans Grob machte eine kurze Einführung mit einem historischen Abriss zum Gärtnern in Zürich. Familiengärten dienten anfänglich hauptsächlich der Ernährung der armen Bevölkerung (Eine weitere Erklärung, wonach die Gärten  der Disziplinierung der Bevölkerung und dem Fernhalten von Alkohol und Politik dienten, findet sich z.B. hier). Mitte 20. Jahrhunderts war die Mitgliederzahl am höchsten; danach war sie rückläufig. weiterlesen →