Fördergelder für altersgerechten Wohnraum

Die Fa. Prognos AG hat evaluiert, wie das KfW-Programm «Altersgerecht umbauen» wirkt. Der demographischen Wandel mit   der Zunahme älterer und hochbetagter Menschen erhöht den Bedarf an altersgerechten Wohnungen. Der Verbleib in seiner Wohnung erlaubt den Betagten, weiter in ihrem gewohnten Umfeld  zu leben und es wird vermieden, dass stationäre Pflegeinstitutionen genutzt werden müssen.

Bei altersgerechtem Wohnraum handelt es sich insbesondere um barrierefreie oder -reduzierte Wohnungen. Die KfW Bank förderte zwischen 2009 und 2011 den Umbau zu barrierefreien Wohnungen, ohne dass ein konkreter Bedarf angemeldet werden musste. Es konnten sich sowohl (private und gewerbliche) Eigentümer als auch Mieter um Fördergelder bewerben. Es wurden relativ kostengünstige Massnahmen gefördert, auch wenn die Massnahme nicht den DIN-Normen für Barrierefreiheit entsprachen.

Das Förderprogramm, von 2009 bis 2011 als Konjunkturprogramm des BMVBS, umfasste ein Volumen von rd. 150 Mio. Euro wurde einerseits als Zuschuss und andererseits als zinsgünstiger Kredit angeboten. Seit 2012 gibt es nur noch die Variante „Kredit“, die von der KfW Bank selbst finanziert wird.

Die Förderung leistet denn auch auch einen wichtigen Beitrag zum altersgerechten Umbauen und sie hat einen positiven Einfluss auf Beschäftigung und Staatseinnahmen, wie die Prognosianer konkludieren. Es gibt ein grosses Missverhältnis zwischen Angebot und Bedarf.

Der Age Report 2009  (Höpflinger 2009) bemerkt zur Begrifflichkeit, dass «Alterswohnung» oder «altersgerechte Wohnung» immer weniger präzis werde. Neue Bauvorhaben sollten dem Konzept des hindernisfreien Wohnens folgen, die dem «funktionalen Gesundheitszustand», unabhängig vom Alter, gerecht werden.

Links
  • Studie «Evaluation des KfW-Programms Altersgerecht Umbauen», Prognos 2014
  • KfW: Mitteilung
Literatur

Höpflinger, François (2009): Age Report 2009: Einblicke und Ausblicke zum Wohnen im Alter. Zürich, Seismo 

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