Jasmina Ritz‘ Plädoyer für die «Limmatstadt»

Im Rahmen der «Winterreden», einer an die Londoner Speakers‘ Corner angelehnte Reihe öffentlichen Vortrags am Zentrum Karl der Grosse, sprach letzten Freitag «Stadtgründerin» Jasmina Ritz über die «Limmatstadt».

Ritz geht auf die Bedeutung des Westens der Stadt Zürich in ihrer Geschichte ein. Die Stadtgründerin spricht von der grossen Zukunft, die die Region an der Limmat haben wird und die Wachstumssymptome von Zürich parieren kann. Auch Planungen wie Kongresshaus oder Fussballstadion müssten nicht in der Stadt Zürich selbst gebaut werden; vieles spricht dafür, nicht in den bestehenden Grenzen zu denken.

Ritz verweist darauf, dass im Westen Zürichs auf industriellen Brachen neue Quartiere entständen. Der Rangierbahnhof Limmattal, den Ritz als «chronisch unterbelastet» sieht, sähe sie in Zukunft als grossen Erholungsraum. In Anbetracht der Grösse und der Wichtigkeit (laut Wikipedia einer der grössten und leistungsfähigsten Rangierbahnhöfe Europas) ist mir noch unklar, ob dieser Punkt Utopie bleibt.

Viele Punkte, die Ritz ausführt, sind jedoch tatsächlich schon im Entstehen (vgl. Blogbeitrag zum Limmattal). Die Limmattalbahn wird einen wichtigen Impuls in der Region geben. Es wird auch spannend zu sehen, welche Formen von Governance-Strukturen ggfs. noch herausbilden werden.

 

 

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