Reformen bei der Bereitstellung öffentlicher Güter? Zürich befragt seine Bewohner

Ende August habe ich vom Kanton Zürich einen Fragebogen erhalten. Das Gemeindeamt befragt die Zürcher Bevölkerung zum Thema der öffentlichen Güter. Dabei geht es um

  • Fragen der lokalen Identität
  • das Wohlfühlen in der Wohngemeinde
  • die Wichtigkeit von bestimmten öffentlichen Gütern
  • die Zufriedenheit mit Dienstleistungen in der Wohngemeinde
  • die Meinung zu Aspekten in einer idealen Gemeinde
  • die Meinung zu Aspekten in der aktuellen Wohngemeinde
  • Kommunikation mit der Wohngemeinde
  • die Meinung zur Steuerbelastung in der Wohngemeinde
  • die Einschätzung der finanziellen Situation der Wohngemeinde
  • die Bereitschaft, Dienstleistungen künftig von einer Nachbargemeinde zu beziehen

Die Befragung zeigt, wie aktuell und relevant die Diskussion um die Bereit­stellung von öffentlichen Gütern ist (vgl. Urban-Governance-Beiträge: New Regionalism; Public Choice; Metropolitan Reform).  So fragt der Kanton Zürich konkret, welche Option vom Bewohner gewünscht wird, wenn die Wohngemeinde die Dienstleistung nicht mehr selbständig bereitstellen kann:

  • die Leistung nicht mehr erbringen
  • die Leistung einer Nachbargemeinde übertragen
  • die Aufgaben mit anderen Gemeinden in einem Zweckverband oder einer Anstalt erbringen
  • mit anderen Gemeinden fusionieren
  • die Aufgabe an den Kanton übertragen
  • die Aufgaben vom Kanton finanzieren lassen
  • die Aufgaben an private Organisationen übertragen
  • die Lasten unter mehreren Gemeinden ausgleichen

Damit werden im Wesentlichen jene Apekte der Urban-Governance-Debatte angesprochen: Fusion, Zweckverband, Privatisierung, Umverteilung der Lasten, Delegieren an eine höhere Staatsebende.

Mit der Durchführung der Bevölkerungsbefragung wurde das Statistische Amt des Kantons Zürich beauftragt. Die Einladung kam per Post und es wurde später nicht erinnert. Es bestanden die Optionen, online oder auf Papier an der Befragung teilzunehmen.

Anfang 2016 werden auf der Website des Gemeindeamtes die Ergebnisse publiziert.

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