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Reformen bei der Bereitstellung öffentlicher Güter? Zürich befragt seine Bewohner

Ende August habe ich vom Kanton Zürich einen Fragebogen erhalten. Das Gemeindeamt befragt die Zürcher Bevölkerung zum Thema der öffentlichen Güter. Dabei geht es um

  • Fragen der lokalen Identität
  • das Wohlfühlen in der Wohngemeinde
  • die Wichtigkeit von bestimmten öffentlichen Gütern
  • die Zufriedenheit mit Dienstleistungen in der Wohngemeinde
  • die Meinung zu Aspekten in einer idealen Gemeinde
  • die Meinung zu Aspekten in der aktuellen Wohngemeinde
  • Kommunikation mit der Wohngemeinde
  • die Meinung zur Steuerbelastung in der Wohngemeinde
  • die Einschätzung der finanziellen Situation der Wohngemeinde
  • die Bereitschaft, Dienstleistungen künftig von einer Nachbargemeinde zu beziehen

Die Befragung zeigt, wie aktuell und relevant die Diskussion um die Bereit­stellung von öffentlichen Gütern ist (vgl. Urban-Governance-Beiträge: New Regionalism; Public Choice; Metropolitan Reform).  So fragt der Kanton Zürich konkret, welche Option vom Bewohner gewünscht wird, wenn die Wohngemeinde die Dienstleistung nicht mehr selbständig bereitstellen kann: weiterlesen →

Urban Governance: New Regionalism

Im New Regionalism, der in den 1990er-Jahren aufgekommen ist, erfolgt die Steuerungsleistung auf freiwilliger Basis in relativ stabilen und auf Kooperation zielenden Akteurssystemen (Kübler 2003:539).

Problembeschreibung des New Regionalism

Die Lösungsvorschläge der Metropolitan Reform und des Public Choice bezogen sich auf die Bewertung der institutionellen Fragmentierung im urbanen Raum. Die Bewertung wurde anhand von Effizienz, Verteilungsgerechtigkeit und Partizipationsmöglichkeiten vorgenommen. Lowery (1999) kommt beim Vergleich der Bewertungen zum Schluss, dass kongruente Ergebnisse nie gefunden werden und dass es für jede Studie, die die eine These stützt, es Gegenstudien gibt, die die Gegenthese stützen. Lowery stellt fest, dass der Public-Choice-Ansatz hegemonial geworden ist. So bemächtigt sich Lowery dieser Theorie, um die Debatte zu verjüngen (Lowery 1999:30). weiterlesen →