Schlagwort-Archive: Stadtrand

Städtische versus ländliche Schweiz? (Kreis 2015)

Dieser Tage erschien beim Verlag Neue Zürcher Zeitung in der Reihe «die neue Polis» ein Band mit Beiträgen zu politischen Determinanten von Siedlungsstrukturen in der Schweiz. Zehn Autorinnen und Autoren entwickeln weiter, was bislang als «Stadt-Land-Gegensatz» behandelt wurde. Die Dichotomie hat in den letzten Jahren an Erklärungskraft eingebüsst. Der Zusammenhang zwischen Siedlungsstruktur und politischem Verhalten ist bedeutend komplexer, wie auch die Vielfalt der Beiträge zeigt.

Wichtig ist die genauere Betrachtung der Agglomeration, jene Siedlungsstruktur, die weder Kernstadt noch ländliches Dorf ist und in dem die Mehrheit der Bevölkerung wohnt. Agglomeration kann – wie z.B. Claude Longchamp in seinem Beitrag «Storf – die schweizerischen Agglomerationsgemeinden zwischen Stadt und Dorf» – nicht als einheitliches Gebilde erfasst werden; Agglomerationsgemeinden sollten räumlich und historisch differenziert betrachtet werden. weiterlesen →

«Gen-was? Was bedeutet Gentrifizierung für Zürich?» Debatte im Zentrum Karl der Grosse

Am 11. Dezember luden das Zentrum Karl der Grosse, «die Perspektive» und Foraus Zürich zum Podiumsgespräch zum Thema Gentrifizierung. Simon Jacoby (die Perspektive) leitet das Gespräch, bei dem die Meinungen der Direktorin der Stadtentwicklung der Stadt Zürich, Anna Schindler, der FDP-Kantonsrätin Carmen Walker-Späh und Jordi Riegg vom Verein Zitrone aufeinandertreffen.

Nach Ansicht von Riegg sind neben den Mietern die Kulturschaffenden von Gentrifzierung betroffen; ihnen fehlen geeignete Räume. Häufig werden sie an den Stadtrand verdrängt und in der Regel sind es Zwischennutzungen. Ein Problem sehen Kulturschaffende in der Tatsache, dass nichts von Bestand sein wird. Für Riegg besteht das Problem Zürichs darin, dass die Stadt bis ins letzte Detail geplant ist. weiterlesen →

Wohnen in der Agglo: werk, bauen + wohnen 9-2014

Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe der Architekturzeitschrift «werk, bauen + wohnen» befasst sich mit dem Wohnen in der Agglomeration.

Wie Roland Züger in «Die Stadt ist in der Agglo angekommen» schreibt, finden derzeit wichtige Entwicklungen in der Agglomeration statt. Züger pointiert seine Aussage dahingehend, dass Stadt im Sinne von «gleichgültig-ungestörtem Leben nebeneinander» (mit dem Verweis auf Georg Simmel, der vor über hundert Jahren schon die Grundvoraussetzung für Urbanität nannte, nämlich die Anonymität) nur noch in der Agglomeration entstehe. Voraussetzung für Urbanität ist, dass neben den Häusern auch die Strassenräume geplant würden. Züger sieht dieses Unterfangen beim Beispiel des Richti-Quartiers in Wallisellen gelungen. Richti kann auch seine Qualität der Dichte ausspielen, weil der Stadtteil sehr gut angebunden ist (Glattalbahn, S-Bahn. Autobahn). weiterlesen →

Limmattal: werk, bauen + wohnen 4-2013

Die urbane Entwicklung und das Potential derselben sind das Thema in der April-Ausgabe von «werk, bauen + wohnen». Die Entwicklung startete mit der Deindustrialisierung in Baden, Dietikon und Schlieren und der daraus erfolgten Transformation der Areale.

Auf politisch-administrativer Seite gibt es seit 15 Jahren die «Grosse Plattform Aargau-Zürich», die die interkantonale Kooperation erleichtern soll. Die beiden Kantone arbeiten zusammen am Projekt Agglomerationspark Limmattal, das die Attraktivität der «Bandstadt» für die Zukunft sichern soll, indem zusammenhängende Freiräume definiert werden. Auch die geplante Limmattalbahn hat die städtebauliche Entwicklung in Dietikon oder Schlieren jetzt schon beeinflusst. weiterlesen →

et cetera: Massstabssprünge: werk, bauen + wohnen 10-2012

Die Oktoberausgabe von «werk, bauen + wohnen» beschäftigt sich mit der Verdichtung von Wohnquartieren. Die Redaktion schreibt, dass «monofunktionale, stille Wohnsiedlungen» in der Innenstadt keine Zukunft hätten. Wichtig für künftige Bauten sind:

  • die Übersetzung des grossen Massstabs in den kleinen
  • die Zonierung der Aussenräume und
  • der Bezug der Bauten zum öffentlichen Raum (S. 3)

Wichtige Themen für die Zukunft ist die Ausgestaltung und die Nutzung der Sockelgeschosse, aber auch die Gestaltung der Vorgärten und ihr Bezug zum öffentlichen Raum.

Als Beispiele werden folgende Siedlungen von Zürcher Genossenschaften ausgeführt: weiterlesen →