Wohnen in der Agglo: werk, bauen + wohnen 9-2014

Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe der Architekturzeitschrift «werk, bauen + wohnen» befasst sich mit dem Wohnen in der Agglomeration.

Wie Roland Züger in «Die Stadt ist in der Agglo angekommen» schreibt, finden derzeit wichtige Entwicklungen in der Agglomeration statt. Züger pointiert seine Aussage dahingehend, dass Stadt im Sinne von «gleichgültig-ungestörtem Leben nebeneinander» (mit dem Verweis auf Georg Simmel, der vor über hundert Jahren schon die Grundvoraussetzung für Urbanität nannte, nämlich die Anonymität) nur noch in der Agglomeration entstehe. Voraussetzung für Urbanität ist, dass neben den Häusern auch die Strassenräume geplant würden. Züger sieht dieses Unterfangen beim Beispiel des Richti-Quartiers in Wallisellen gelungen. Richti kann auch seine Qualität der Dichte ausspielen, weil der Stadtteil sehr gut angebunden ist (Glattalbahn, S-Bahn. Autobahn).

Der Artikel «Brief aus Rothrist» von Caspar Schärer befasst sich mit der Arealentwicklung «Breitenpark» in Rothrist, die nicht an einen Metropolitanregion anschliesst, sondern in der «verkehrstechnischen Mitte der Schweiz» nahe von historischen Städten. Metron plante das Areal mit Blockrandbauten. Die «Breite» zeichnet sich durch städtische Dichte aus, wobei auch ein Park eingeplant wurde. Bei Eingesessenen kommt die Dichte teilweise nicht gut an.  Der Autor folgert, dass die «Stadtinsel in der Agglo» nur funktionieren kann, wenn die Nutzungs- und Interaktionsdichte steigt.

 

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